Seit fast 20 Jahren gibt es den „Tag der offenen Gärtnerei“ berichtete Präsident Volker Schmitt und diese Saisoneröffnung ist für uns Gärtner immer ein wichtiger Termin. Nach einem langen und harten Winter, der für viele Gartenbaubetriebe außerordentlich schwierig war, freuen sich die Gärtner natürlich ganz besonders, wenn sie das Frühjahr endlich einläuten können und dies mit dem „Tag der offenen Gärtnerei,“ der in diesem Jahr am 24. und 25. April stattfindet, den Kunden deutlich machen. Ca. 120 Betriebe nehmen am „Tag der offenen Gärtnerei“ in Rheinland-Pfalz teil. Zum 4. Mal, so Schmitt, gibt es in Rheinland-Pfalz eine „Balkonpflanze des Jahres“ als
Highlight für die Kunden. Über 60 Betriebe präsentieren in diesem Jahr die „Sommerelfen,“ eine neue Nemesienzüchtung, als „Balkonpflanze des Jahres.“ Nach der Geranie „Caliente“ in 2007, die Staatssekretärin Beate Reich pflanzte, hatte es sich Ministerpräsident Kurt Beck nicht nehmen lassen, im Rahmen der Eröffnung der Landesgartenschau Bingen die Euphorbie „Zauberschnee“ zu pflanzen. Im vergangenen Jahr bekannte Johann Lafer beim Pflanzen der Begonienpyramide, wenn er nicht Koch wäre, wäre er wahrscheinlich Gärtner geworden.
Gärtner leben davon, nicht nur gute Pflanzen zu produzieren, so Schmitt, sondern dies auch der Öffentlichkeit und den Kunden deutlich zu machen. Aus dem Grund ist der öffentlichkeitswirksame Start in die Balkonpflanzensaison wichtig. Mit Julia Klöckner, so Schmitt, habe man eine Persönlichkeit der Bundespolitik für den Tag gewinnen können, die nicht nur aus dem Bereich der Landwirtschaft und des Weinbaus kommt, sondern auch den Gärtnern sehr aufgeschlossen gegenüber steht. Dafür bedankte er sich ausdrücklich.
Julia Klöckner sagte zu, sich um die Probleme des Gartenbaus zu kümmern und weiterhin ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte dieses Wirtschaftsbereiches zu haben. Als Erfolg ihrer Arbeit berichtete sie, dass die verminderte Umsatzsteuer auch weiterhin für Blumen und Pflanzen erhalten bleiben soll. In der Diskussion wurden Probleme bei der Erbschaftssteuer, aber insbesondere beim Hofladenurteil deutlich gemacht. Die Vertreter des Landesverbandes wiesen darauf hin, dass durch diese neuen Bestimmungen des Bundesfinanzministeriums die Gefahr droht, dass viele Betriebe steuerlich zu Gewerbebetrieben werden und damit viele ihre Vorteile, unter anderem auch die Möglichkeit für landwirtschaftliche Zuschüsse, verlieren. Routiniert und ohne die angebotenen Handschuhe pflanzte Julia Klöckner dann zusammen mit Volker Schmitt und Karl Rehner einen Balkonpflanzenkasten mit „Sommerelfen.“






